FDP im Kreis Euskirchen

31.01.2012

Ausbildungssituation im Arbeitsagenturbezirk Euskirchen:

Wolf fordert zuverlässige Daten von Landesregierung


MdL Dr. Ingo Wolf
Düsseldorf, 31.01.2012

Dr. Ingo Wolf, MdL FDP nimmt die Klagen über fehlende zuverlässige Daten zum Ausbildungsmarkt in Euskirchen zum Anlaß, eine Parlamentsanfrage an die Landesregierung zu stellen, in der er gezielt nach validen Informationen zur Anzahl der Lehrstellen und nach der Menge der unvermittelten Bewerber fragt. Darüber hinaus soll die Landesregierung Auskünfte darüber erteilen, welche konkreten Maßnahmen sie ergreift, um einerseits schwer vermittelbare Jugendliche zu erreichen und mit einem geeigneten Ausbildungsplatzangebot zu versorgen und andererseits mehr Betriebe zu einer größeren Ausbildungsbereitschaft zu bewegen.

„Seit Jahren klagen Betroffene über eine zu geringe Anzahl an attraktiven Lehrstellen für jugendliche Schulabgänger in unserer Stadt. Euskirchener Unternehmen hingegen bedauern immer wieder die unzureichenden schulischen Qualifikationen dieser Personen oder generell eine mangelhafte Ausbildungsfähigkeit bzw. -reife der Bewerber. Seit Jahren besteht auch in Euskirchen eine Ausbildungslücke für zahlreiche Berufswünsche, so daß in der Regel der Anzahl an attraktiven Ausbildungsplätzen eine höhere Anzahl an Lehrstellengesuchen gegenübersteht“, faßt Wolf die Ausbildungssituation in Euskirchen zusammen.
Jedoch fehle es, so Wolf, in Euskirchen seit Jahren an aussagekräftigen Informationen zum Ausbildungsmarkt. Sowohl IHK als auch die Agentur für Arbeit erfassen nur den für sie relevanten Teil der Lehrstellen bzw. der Bewerber – nämlich nur solche, die auch tatsächlich einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben oder aber sich arbeitslos bzw. arbeitssuchend melden.
Unvermittelte Bewerber oder Bewerber, die sich nicht arbeitssuchend bei der Agentur für Arbeit melden, werden auch nicht erfaßt und tauchen auch nicht in den Statistiken auf. Aber gerade diese meist gering qualifizierten und häufig schwer vermittelbaren Bewerber als Dunkelziffer müssen auch durch Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen erreicht werden.

Die Antwort der Landesregierung wird in wenigen Wochen vorliegen. Wolf kündigt an, daraus entsprechende bildungspolitische Initiativen für Euskirchen abzuleiten.




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