FDP im Kreis Euskirchen

02.02.2012

EU-Mittel für einen „Euro-District Eifel“ sind drin

FDP-Kreistagsfraktion vor Ort

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MdEP Michael Theurer
Mechernich, 02.02.2012

MdEP Michael Theurer FDP sprach in Mechernich bei „Schäfer-Reisen“ über Zukunftsperspektiven für die ganze Eifel:

Europäische Union fördert die regionale Wirtschaft von 2012 bis 2021 mit insgesamt 300 Milliarden Euro

– In der internationalen Eifelregion könnten sich Kreise, Kommunen, Organisationen, aber auch Firmen zu EVTZs („Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit“) zusammenschließen und Fördermittel für internationalen Kooperationen erhalten –

Ziel ist Stabilisierung und Ausbau der Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Betrieben

Mechernich – Mit wichtigen Impulsen für die Zukunft der gesamten Eifel zu Gast in Mechernich, konkret gesagt im Vortragsraum des Mechernicher Traditions-Omnibus-Reiseunternehmens „Schäfer Reisen“ war am gestrigen Donnerstagabend der FDP Europaparlamentarier Michael Theurer.
Der Schwarzwälder, der einer Delegation aus dem Kreis Euskirchen unter Führung des FDP Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Hans Reiff  unlängst auch Einblick in den Eurodistrikt Straßbourg-Ortenau gewährt hatte, sprach bei der Firma Schäfer auf Einladung der FDP Kreis-tagsfraktion und der Initiative Liberaler Mittelstand.
Theurer erklärte in Mechernich: „Auch für die Eifel kann der grenz-überschreitende Zusammenschluss von Kommunen, Kreisen, Körperschaften, aber auch Unternehmen zur internationalen Zusammenarbeit in einem so genannten Euro-District, der Weg zu flankierenden EU-Zuschüssen sein!“
Auch FDP Kreistags-Fraktionsvorsitzender Hans Reiff (vorne) und Schäfer-Reisen-Geschäftsführer Guido Bauer (hinten, Mitte) saßen im Auditorium von Michael Theurers spannendem Vortrag in Mechernich Bilder kann vergrößert werden
Auch FDP Kreistags-Fraktionsvorsitzender Hans Reiff (vorne) und Schäfer-Reisen-Geschäftsführer Guido Bauer (hinten, Mitte) saßen im Auditorium von Michael Theurers spannendem Vortrag in Mechernich
Diese Zuschüsse dienten in erster Linie der Schaffung neuer Arbeitsplätze in ländlichen Regionen, sagte der gelernte Diplomvolkswirt und frühere Oberbürgermeister von Horb: „Und das ist für ländliche Regionen wie die Eifel umso wichtiger, weil sie am meisten unter dem demografischen Rückgang der Bevölkerung zu leiden haben wird.“
Theurer sprach statt heute 82 von bald „unter 70 Millionen Deutschen“. Er plädiere für die gezielte Anwerbung guter Leute aus dem internationalen Umfeld. Wenn die Eifel ihre jungen Arbeitskräfte halten oder neue anwerben wolle, müsse sie sich in Konkurrenz zur Rheinschiene und zum auch vom Lohniveau her so attraktiven Luxemburg eine Menge einfallen lassen. Schließe sie sich dafür zu einem Euro-District (EVTZ = „Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit“) zusammen, könne die EU der Eifel bei entsprechenden Bestrebungen auch finanziell helfen.
{alt} Bilder kann vergrößert werden Vor allem, weil die EU mit diesem Programm in erster Linie Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Betrieben schaffen wolle. Das komme der Struktur der Eifel sehr entgegen, befand Michael Theurer, den der in Scheven lebende Hans Reiff mit dem Auto in Eupen hatte abholen müssen, weil der Europaparlamentarier von Brüssel aus mit dem Zug nur bis dorthin gekommen war – und der Weg mit weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln von Eupen bis Mechernich ihm doch eher wie eine Weltreise vorkamen.
Neben der Bekämpfung des Fachkräftemangels, den sich auch andere Organisationen und Institutionen wie die mehrere Eifelkreise und acht Wirtschaftskammern umfassende Zukunftsinitiative Eifel (Leitung: Städteregionsrat Helmut Etschenberg) auf die Fahnen geheftet haben, empfahl er den Eifelern, auch weiterhin „auf das Pferd Tourismus zu setzen“.
Theurer: „Schmunzeln Sie nicht, aber die Eifel wird im weltweiten Wettbewerb um die Touristen bald für Urlauber aus dem asiatischen und lateinamerikanischen Raum interessant werden, wie im übrigen auch andere deutsche und europäische Urlaubslandschaften.“
In Mechernich, bei „Schäfer-Reisen“ und im Kreis Euskirchen fühle er sich aus deshalb wohl und gut aufgehoben, verriet Michael Theurer, „weil dies der Wahlbezirk Otto Graf Lambsdorffs war, den ich sehr verehrt habe.“


Zur Person:
MdEP Michael Theurer ist Vorsitzender des Ausschusses für Haushalts-kontrolle der EU, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung,   Mitglied in der Delegation für die Beziehungen zwischen der EU und Israel, Stellvertretendes Mitglied in der Delegation für die Beziehungen mit der Volksrepublik China,  Mitglied im Ausschuss für Europäische Angelegenheiten des Deutschen Bundestages. Vor seinem  Volkswirtschaftsstudium war Theurer unter anderem Fallschirmjäger und Lokalredakteur beim „Schwarzwälder Boten“. 


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