FDP im Kreis Euskirchen

12.04.2011

Informationsgespräch bei Energie Nordeifel (KEV)

FDP-Kreistagsfraktion vor Ort


Dieter Hinze (2.v.l.) informierte die FDP-
Kreistagsabgeordneten in Kall über die
aktuelle Situation bei der KEV
Foto: Rudolph Greuel
Da die Konzessionsverträge 2012/2013 auslaufen, war das Thema Rekommunalisierung natürlich auch Gesprächsstoff bei einem Informationsgespräch, das die FDP-Kreistagsabgeordneten unter Leitung von Hans Reiff mit Dieter Hinze, Geschäftsführer der KEV in Kall führten.
Hinze informierte über die aktuelle Situation des Unternehmens, das derzeit zu je 50 Prozent im Besitz von Kreis Euskirchen und RWE ist. Aus gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Gründen erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2011 eine Neuaufstellung des Unternehmens. Zwischen der KEV GmbH und der KEV Netz GmbH erfolgt eine Verschmelzung.


Vertrieb und Handel werden abgespalten und agieren nun in der KEV Energie GmbH. Neu ist ein Messstellenbetrieb, der unter dem Dach der „ene GmbH & Co. KG“ firmiert. Die Energie Nordeifel mit ihren 130 Mitarbeitern versorgt rund 80 000 Einwohner in den Kommunen Bad Münstereifel (11 vH) , Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall , Mechernich (60 vH), Nettersheim, Schleiden und Heimbach. Interner Umsatz: 80 Millionen Euro.

„Wir sind eine kleine Insel mit einem hochqualifizierten Netz“, sagte Hinze, der auch auf wirtschaftliche Probleme hinwies. Im Unternehmensgebiet mit nur 80 000 Einwohnern stehen allein 700 Trafo-Stationen – dies auf einer Fläche, die so groß ist wie Berlin.

Man befasse sich intensiv mit dem Thema „regenerative Energien“, in einer Projektplanung befänden sich Eifelsonne, Eifelbio, Eifelwind und Eifelwasser – das seien Zukunftsvisionen, für die man Investitions-Partner suche und benötige.

2011 sei wichtig, weil die Ergebnisdaten dieses Jahres die Basis für die neuen Effiziens-Quoten für die Periode 2014 bis 2018 seien. Was die Konzessionen angehe, sei es durchaus denkbar dass es künftig neben Kreis Euskirchen und RWE mit einer Kommunalen Beteiligungs GmbH einen dritten Besitzer gebe.

Die Wirtschaftskrise habe auch die KEV getroffen, konzedierte Hinze, dadurch habe man allein 50 Millionen Kilo Watt „verloren“. Hans Reiff sah es pragmatisch: „Im Unternehmensgebiet fehlen eben mehrere Großabnehmer.“

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