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29.06.2011

Umstellung auf Digitalfunk kompliziert und teuer

FDP-Kreistagsfraktion


Kreisbrandmeister Udo Crespin war Gast bei der FDP-Kreistagsfraktion und informierte über den aktuellen Stand der Umrüstung auf Digitalfunk im Rettungswesen. Foto: Rudolph Greuel
Kreisbrandmeister Udo Crespin informierte die FDP-Kreistagsfraktion über den aktuellen Stand

Die Umstellung vom analogen auf digitalen Funk beim Rettungswesen des Kreises (Leistelle, Notarzt, Rettungswagen, Feuerwehr, Katastrophenschutz) ist eine komplizierte und zudem noch teure Angelegenheit, die Umstellung ist auch eine technische Herausforderung für diesen flächenmäßig sehr großen Kreis.

Wie der aktuelle Stand ist, darüber informierte Kreisbrandmeister Udo Crespin jetzt die
Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion. Mit dem Umbau ist begonnen worden, ab Mitte des
Jahres soll ein erweiterter Probebetrieb für sechs Monate aufgenommen werden, bei dem
jeder Punkt im Kreisgebiet ausgeleuchtet werden muss. Bislang gibt es 14 Basisstationen, für die jeweils auch Notstrompläne ausgearbeitet werden müssen.

Allein der Umbai der Leitstelle wird rund 500 000 Euro kosten, beim Katastrophenschutz
müssen etwa 50 Fahrzeuge umgerüstet werden. Koten: rund 150 000 Euro. Auf den Kreis
kommen Kosten von etwa 2,3 Millionen Euro zu. Doch auch die Kommunen müssen mit einem nicht unerheblichen Kostenfaktor rechnen.
250 Feuerwehrfahrzeuge gibt es nämlich, pro Umrüstung muss man mit 2500 bis 3000 Euro rechnen, dazu kommen nochmals 800 Handsprechfunkgeräte, deren Umrüstung schlägt mit 1000 Euro pro Gerät zu Buche.

Wie schnell die Umstellung auf den Digitalfunk vonstatten geht, darauf konnte sch Crespin
nicht konkret festlegen. Er versicherte aber, dass man beim Kreis die organisatorischen
Dinge für die Kommunen mit übernehmen wolle, ebenfalls die Ausbildung der
Multiplikatoren. Zur Realisierung der Umstellung habe man ein Migrationskonzept erstellt.
In der Anfangsphase müsse man parallel arbeiten – sowohl mit Analog- als auch Digitalfunk.

Es gebe auch noch ein „dickes Problem“ und das heiße Alarmierung. Die dürfe nämlich nicht über den Digitalfunk erfolgen. Eine Möglichkeit sei, einen zweiten Digitalfunk zu
installieren, was aber rund eine Million Euro verschlingen werden.

Wie sich manches kostengünstiger und eventuell auch effektiver lösen lasse, verheimlichte Crespin auch nicht: „Kooperation ist die Zukunft.“ Kommunalgrenzen dürften kein Hindernis sein. „Jeder muss ja nicht – abgesehen vom Basiswissen – alles können“, gab er die Richtung an. Dass die Umstellung kreisweit nicht komplett auf den Tag genau erfolgen werde, sei klar. Man strebe aber an, dass zumindest in allen Kommunen große Teile der Gerätschaften und Fahrzeuge umgestellt würden. 


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