Sa

03

Aug

2019

Hans Josef Schäfer

Der FDP-Kreisverband Euskirchen und der Ortsverband Weilerswist trauern um Hans Josef Schäfer, einem engagierten Politiker, der im Alter von 68 Jahren viel zu früh verstorben ist.

 

Hans Josef Schäfer wurde in Köln geboren und wuchs in Großvernich auf, wo er auch die Schule besuchte. Nach seiner Ausbildung und weiteren Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich war er in verantwortlichen Funktionen im EDV-Bereich und im Personalmanagement tätig.

 

Er trat 1999 der FDP bei und wurde schon fünf Jahre später Ratsmitglied in der Gemeinde Weilerswist. Dem Rat der Gemeinde Weilerswist gehörte er bis zu seinem Tode an und gestaltete den politischen Diskussionsprozess in seiner Gemeinde maßgeblich mit.

 

Er war aber auch über die Gemeindegrenze hinweg politisch aktiv. So gehörte er viele Jahre dem Vorstand der FDP des Kreises Euskirchen an und brachte seine Erfahrungen aus der beruflichen Tätigkeit auch in die Kreistagsfraktion ein. 

 

Für den FDP-Kreisverband Euskirchen stellte er sich als Delegierter zu Bezirks-, Landes- und Bundesparteitagen zur Verfügung und wirkte in verschiedenen Landesfachausschüssen mit. 

Die Mitglieder des Kreisverbandes Euskirchen werden Hans Josef Schäfer als offenen und engagierten Menschen gerne in Erinnerung behalten, der leidenschaftlich für seine Überzeugungen einstand und kämpfte.

 

Unser Mitgefühl gilt seiner ganzen Familie – er wurde viel zu früh aus ihrer Mitte gerissen.

 

 

Di

16

Jul

2019

Markus Herbrand übernimmt Schirmherrschaft über Spitzen-Dressurturnier

Wenn sich die deutsche Elite im Dressursport vom 16. bis zum 18. August zum „Oldenburger Nachwuchs-Championat“ beim Reitsportverein St. Georg Euskirchen trifft, übernimmt der Euskirchener FDP-Bundestagsabgeordnete die Schirmherrschaft. Das teilte St. Georg-Vorsitzender Rolf Radzuweit mit. 


Beim „Oldenburger Nachwuchs-Championat“ handelt es sich um die erste Ausgabe eines hochkarätig besetzten Reitportevents, dessen Teilnehmer sich regelmäßig auf internationalem Spitzen-Niveau gegenüber stehen. Der Reitsport habe für die Region, so Markus Herbrand MdB, eine große Bedeutung: „Das Rheinland zählt mit circa 62.000 im Reitsport organisierten Sportfreunden zu den aktivsten Pferdesportregionen bundesweit. Allein im Kreis Euskirchen gibt es über ein Dutzend Reitsportvereine und Kreismeisterschaften von Dressur bis hin zur Vielseitigkeit. Dass mit dem Oldenburger Nachwuchs-Championat nun ein bundesweites Spitzenturnier in den Kreis kommt, ist eine besondere Auszeichnung für die vielen Ehrenamtler und die erfolgreiche Arbeit vor Ort. Es zeigt zudem, dass der Reitsport in unserer Region zum immer wichtigeren Wirtschafts- und Tourismusfaktor wird. Die Schirmherrschaft übernehme ich daher sehr gern!


Markus Herbrand übernimmt die Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, welche das Patronat am ersten Turnierwochenende innehat.


Di

28

Mai

2019

Die Wahl ist vorbei - die nächste Wahl kommt!

Thomas Müller mit den Mitstreitern der Jungen Liberalen vor der Kreisgeschäftsstelle der FDP
Thomas Müller mit den Mitstreitern der Jungen Liberalen vor der Kreisgeschäftsstelle der FDP

„Nach der Europawahl ist vor der Kommunalwahl“, so schloss Peter Rauw die Europawahl nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen die Europawahl ab, um gleichzeitig auf die bevorstehende Kommunalwahl im kommenden Jahr hinzuweisen.

 

Aber zunächst durfte man sich über den Zugewinn an Stimmen und Mandaten im Europaparlament freuen, auch wenn die anwesenden FDP-Mitglieder in der Kreisgeschäftsstelle ein besseres Ergebnis erwartet hatten. Die FDP ist voraussichtlich mit fünf Mandaten in der liberalen Fraktion im Straßburger Parlament vertreten.

 

Besonders erfreulich für die Liberalen aus Nordrhein-Westfalen und die Jungen Liberalen ist der Einzug von Moritz Körner aus NRW in dieses Gremium.

 

Der Kreisvorsitzende Peter Rauw bedankte sich am Wahlabend besonders bei dem Kandidaten aus unserem Kreis, Thomas Müller aus Kall-Sötenich,  für sein Engagement in diesem Wahlkampf und die Bereitschaft, mit seiner Person diesem Wahlkampf  ein Gesicht zu geben und mit Leben zu füllen.

 

Dass die FDP in der Heimatgemeinde von Thomas Müller in Kall ein Superergebnis mit über 11 % erzielte, spricht für sich.

 

Ein besonderer Dank ging aber auch an die Jungen Liberalen, die sich im Wahlkampfteam des Kreisverbandes besonders eingebracht hatten und den Kandidaten aus ihren Reihen mit Veranstaltungen und Einsatz im Straßenwahlkampf unterstützt hatten.

 

 

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Mi

08

Mai

2019

Junges Europa – Unsere Visionen

Am 4. Mai kamen mit Thomas Müller, Patrick Schunn und Moritz Körner drei Liberale nach Euskirchen in das Alte Casino, die neben ihrer Parteizugehörigkeit mindestens zwei weitere Gemeinsamkeiten haben: Erstens, sie sind überzeugte Europäer und allesamt Kandidaten für die Europawahl am 26. Mai und zweitens, sie sind jung und dementsprechend Mitglied bei den Jungen Liberalen.

 

Das haben sich die Jungen Liberalen in Euskirchen zum Anlass gemacht den FDP-Kandidaten des Kreises, Thomas Müller, des Bezirks, Patrick Schunn, und den FDP-NRW-Spitzenkandidaten Moritz Körner unter dem Motto “Junges Europa – Unsere Visionen” nach Euskirchen einzuladen.

 

Die drei Kandidaten teilten ihre Visionen für ein modernen Europa mit unterschiedlichen Facetten. Außerdem stellten sie sich den Fragen von Jan Griskewitz, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen in Euskirchen, und des Publikums. Insgesamt war es ein informativer Abend und gelungener Wahlkampfauftakt im Kreis Euskirchen.

 

 

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Mi

01

Mai

2019

Wahlkampfveranstaltung am Grenzübergang Vaalserquartier

Am 1. Mai fand eine zentrale Wahlkampfveranstaltung am ehemaligen Grenzübergang Vaalserquartier bei Aachen statt.

 

Teilnehmer der Veranstaltung waren neben der Spitzenkandidatin der FDP, Nicola Beer, auch die beiden Spitzenkandidaten der niederländischen Liberalen, Sophie in ´t Veld und Jacques Michel Bloi, und der Europakandidat der belgischen PFF, Yves Derwahl.

 

Die Spitzenkandidaten gingen auf die Problematik geschlossener Grenzen und die damit verbundenen Nachteile gerade für die Grenzbevölkerung ein. Symbolisch wurde eine Schranke geöffnet, die nach Ansicht der Teilnehmer auch geöffnet bleiben soll.

 

Vom Kreisverband Euskirchen nahmen die stellvertretende Kreisvorsitzende Petra Kanzler und der Vorsitzende Peter Rauw teil. 

 

Peter Rauw, selbst Zollbeamter und während seiner Ausbildung im Bereich Vaalserquartier tätig, erinnerte an die Zeit der geschlossenen Grenzen. Ohne Genehmigung war ein Grenzübertritt außerhalb der Grenzübergänge nicht gestattet und der Warenverkehr war sogar für Privatleute streng reglementiert. Die meisten Menschen wünschen sich diese Zeiten nicht mehr zurück. 

Er warb dafür, Europa weiterzuentwickeln und nicht stehenzubleiben oder gar zurückzugehen in vergangene Zeiten.

 

 

So

28

Apr

2019

Euskirchener Liberale auf Bundesparteitag in Berlin

Mit den Delegierten Markus Herbrand MdB, Staatsminister a.D. Dr. Ingo Wolf und Frederik Schorn waren die Liberalen aus dem Kreis Euskirchen gut auf dem Bundesparteitag der FDP in Berlin vertreten.

 

Neben den Vorstandswahlen standen Themen wie Klimaschutz und Wirtschaftspolitik auf der Agenda des Parteitages.

 

So fordert die FDP, Wirtschaft und Klimaschutz nicht als Gegensätze zu betrachten, sondern als gegenseitige Ergänzung. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren wurden etwa die Stärkung von Wald- und Artenschutzprogrammen sowie die Forderung nach der Einführung eines globalen Emmissionshandelssystem in das FDP-Programm aufgenommen.

 

So

14

Apr

2019

JUNGES EUROPA – UNSERE VISIONEN

FDP-Kreis-, Bezirks- und Spitzenkandidat von NRW zur kommenden Europa- wahl sind allesamt Junge Liberale. Ein klares Zeichen, dass junger, frischer Wind in Europa und mit Moritz Körner auch ins Europaparlament wehen soll. Die drei Kandidaten möchten drei Wochen vor der Europawahl ihre Visionen, aber auch konkrete Ideen für Europa mit Euch und Ihnen teilen.

 

Samstag, 04. Mai, 17:30 Uhr

Altes Casino, Kaplan-Kellermann-Str. 1, 53879 Euskirchen

 

Gäste:

Thomas Müller, Europakandidat der FDP Kreis Euskirchen

Patrick Schunn, Europakandidat der FDP Bezirk Aachen

Moritz Körner MdL, Spitzenkandidat zur Europawahl der FDP NRW

 

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Sa

13

Apr

2019

Die EU aus erster Hand

Eine Veranstaltung mit Claus-Peter Appel dem stellv. Leiter der Hessischen Landesvertretung in Brüssel.

 

Am 2. Mai 2019 um 19.00 Uhr

Seminarraum des Seniorenheims „Am alten Stadttor“

Bad Münstereifel, Triererstraße 29

 

Das Europäische Parlament, die EU-Kommission, der Ministerrat und andere europäische Institutionen beeinflussen seit Jahren in vielfältiger Weise unser Leben. Während die Vorteile der Europäischen Union in der Regel als selbstverständlich hingenommen werden, überbieten sich viele Menschen in der Kritik an der EU, allen voran die Populisten in Großbritannien, in Ungarn, Polen und auch in Deutschland. Gerade die Populisten missbrauchen die Unkenntnis vieler Menschen über Sinn und Zweck für ihre eigenen fragwürdigen Zwecke. Wir möchten mit dieser Veranstaltung einen Beitrag zum besseren Verstehen der EU leisten und natürlich auch für die Europawahl werben. Mit Claus-Peter Appel präsentieren wir einen Referenten, der die Brüsseler Szene auf allen Ebenen kennt. Seit vielen Jahren lebt er in Brüssel und vertritt dort die Interessen des Landes Hessen gegenüber der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament. Vielfach ist nicht bekannt, dass die Bundesländer ihre eigenen Vertretungen in Brüssel haben. Diese Vertretungen sind in Brüssel hervorragend vernetzt und sind bestens über den Politik- und Verwaltungsbetrieb informiert.

 

 

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Fr

12

Apr

2019

FDP Kommunalpolitiker aus dem Kreis Euskirchen trifft NRW Schulministerin Yvonne Gebauer

Ralf Bönder (OV Blankenheim) konnte am vergangen Montag die FDP Schulministerin zu einer Gesprächsrunde in seiner Eigenschaft als stellv. Vorsitzender des FDP Landesfachausschuss  (LFA) „Weltbeste Bildung“ in Köln begrüßen. 

 

In einem offenen Austausch   zwischen den fast vierzig Teilnehmer/innen und der Ministerin konnten zahlreiche Themen, die aktuelle Bildungspolitik betreffend, angesprochen werden. Aus kommunaler Sicht waren die Punkte Umsteuerung  der  Inklusion nach der aktuellen Erlasslage, Sicherung von Schulplatzangeboten  von Förderschulen im ländlichen Raum, Versorgung der Regelschulen mit sonderpädagogischen Lehrkräften  und Umsetzung der ‚digitalen Schule‘ von besonderer Bedeutung. Die Ministerin sprach offen die Problematik an, die sich bei der Umgestaltung der Inklusion aktuell ergeben. Dies betrifft einerseits die Schulträger, was die Festlegung auf Schwerpunktschulen angeht und andererseits die Bezirksregierungen, was die Bereitstellung von sonderpädagogischem Fachpersonal angeht. 

 

Trotz aller beschreibbaren Probleme,  muss unumwunden festgestellt werden, dass sich mit Amtsantritt von Frau Gebauer, mit der Besetzung des Ministerpostens mit einer liberalen Bildungspolitikerin, das Gesprächsklima unter allen Bildungsakteuren sehr positiv verändert hat. Wertschätzung, Diskussion auf Augenhöhe und Verständnis für die Sicht der anderen Seite und das Ringen um eine einheitliche Sicht auf die Sachproblematik sind zunächst wichtige Voraussetzungen für gemeinsame Problemlösungen. Die Ministerin macht das Angebot vor Ort zu unterstützen. Sie vertritt die Auffassung, dass schulstandortspezifische Rahmenbedingungen in der Zukunft stärker berücksichtigt werden und Ressourcen entsprechend  zur Verfügung gestellt werden müssten. Dem Verteilen nach dem ‚Gießkannenprinzip‘ wird damit eine Absage erteilt.

 

Herr Bönder wird die relevanten Punkte und die aktuellsten Informationen in den FDP Partei- und Fraktionsgremien auf Verbands- und Kreisebene einbringen, ebenso in seiner Mandatseigenschaft  als sachkundiger Bürger in den entsprechenden Schulausschüssen. 

 

 

Mi

10

Apr

2019

Haushaltsrede der FDP Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Vertreter der Presse,

 

auch ich möchte mich zunächst im Namen der Kreistagsfraktion der Freien Demokraten bei Herrn Hessenius und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die Aufstellung des Haushalts bedanken. Bei den Haushaltsberatungen wurden wir wieder sehr gut unterstützt – es blieb keine Frage unbeantwortet. Die Kommunikation war wieder sehr gut, dafür ein großes Dankeschön.

 

Die finanzielle Lage der kommunalen Haushalte im Kreis Euskirchen ist zwar noch nicht als durchweg gut zu bezeichnen, jedoch hat sie sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die Finanzausstattung der Kommunen durch das Land hat sich seit dem Regierungswechsel in Düsseldorf insbesondere im ländlichen Raum eindeutig gebessert – 12,4 Milliarden Euro leitet das Land an die Kommunen weiter wovon 10,3 Milliarden allgemeine Deckungsmittel sind. Das sind 5% mehr als allein im vergangenen Jahr.

 

Aber, sehr geehrte Damen und Herren, wir befinden uns in konjunkturell exzellenten Zeiten. Wer jetzt glaubt, man könnte angesichts der verbesserten Haushaltssituation bei den Kommunen im Kreis entspannt auf neue Ausgabepositionen im Kreishaushalt blicken, begeht aus unserer Sicht einen großen Fehler. Es sind die guten Zeiten in denen für die Schlechteren vorgesorgt werden muss. Und die schlechteren Zeiten werden kommen – die bundesweite Wachstumsprognose für 2019 wurde bereits mehrfach nach unten korrigiert. Neben der sich verschlechternden Konjunktur sehen wir auch Risiken wie einen Anstieg der Zinssätze, Schwankungen der Gewerbesteueraufkommen und ein geringeres Aufkommen durch die kommunalen Umsatzsteuer-Anteile.

 

Unter diesem Gesichtspunkt halten wir es für leichtsinnig, den Kreishaushalt und damit die kommunalen Haushalte ständig mit immer neuen Risiken zu belasten. Beginnen möchte ich jedoch mit einem Beispiel, bei dem wir durchaus bereit sind, größere Risiken zu tragen. Nachdem Familienminister Joachim Stamp neben der Ausbaugarantie für Kindergartenplätze ein weiteres Kindergartenjahr vom Elternbeitrag befreit hat, hat sich die Perspektive auf weitere Entlastungen bei uns im Kreis deutlich aufgehellt. Wir freuen uns, dass wir miteinander im Konsens junge Familien und die Mittelschicht entlasten können. Wir definieren bereits die Kindergartenzeit als Bildungszeit. Vierjährige Mädchen stellen täglich um die 400 Fragen. Wir wollen jedem vierjährigen Mädchen die Chance geben, darauf auch 400 Antworten zu erhalten! Und deswegen war es richtig, die Beiträge anzupassen – auch wenn es Geld kostet. 

 

Trotz dieser wirklich erfreulichen Entwicklung dürfen wir das Thema KiTas jetzt nicht einfach abhaken, sondern müssen weiter auf eine höhere Betreuungsqualität und auch dort, wo Bedarf besteht, auf flexiblere Öffnungszeiten hinarbeiten.

 

Ein Beispiel, bei dem wir jedoch keineswegs bereit sind, weitere Haushaltsrisiken zu tragen, ist der geplante Kreishausanbau. Der ist in den vergangenen Wochen viel, manchmal aber leider auch gar nicht diskutiert worden und die unterschiedlichen Standpunkte sind hinlänglich bekannt. Der wachsende Widerstand in diesem Gremium und in der Bevölkerung, davon ausdrücklich ausgenommen die notwendige Erweiterung der Rettungsleitstelle, zeigt doch: Wir müssen diese vor den kommenden Generationen unverantwortliche Baumaßnahme so schnell wie möglich stoppen. Sehr geehrte Damen und Herren, denken Sie an den Berliner Flughafen: Was würde die aktuelle Berliner Politik wohl den Entscheidern und Planern von damals zurufen? Denken Sie an Stuttgart 21: Wie hätte man wohl reagiert, wenn die Baukostensteigerungen bereits so früh deutlich geworden wären wie es jetzt beim Kreishausanbau der Fall ist? Und denken sie an die Kölner Oper: Mit dem Wissen von heute hätte man die Sanierung damals gelassen und eine neue gebaut. Mit dem Kreishausanbau sind wir heute an genau diesem Point of no Return und ich appelliere an jeden einzelnen und jede einzelne in diesem Gremium: Stoppen wir das Projekt jetzt bevor es zu spät ist!

 

Lassen Sie noch auf die Personalentwicklung im Kreis eingehen. Ja, für jede einzelne neue Stelle lässt sich gefühlt eine gute Begründung finden. Und gerade im Bereich Rettungswesen tragen wir das auch mit. Doch die Entwicklung der letzten Jahre macht uns große Sorgen. Seit dem Jahr 2015, also seit etwa dem Beginn der Amtsperiode dieses Kreistags, haben sich die Stellen im Personalplan um mehr als 20% erhöht. Meine Damen und Herren: Das ist zu viel! Wir legen Axt an die Tradition der finanziellen Zurückhaltung gegenüber den Kommunen im Kreis Euskirchen. Sie werden schließlich nicht anders können, als sich das Geld von den Bürgerinnen und Bürgern, etwa über die Grundsteuer, zurück zu holen.

 

Also: Kehren wir zurück zur Beschränkung auf die absoluten Kernaufgaben des Kreises, stoppen wir den Kreishausanbau und beginnen wir endlich einen Dialog über die zentralen Zukunftsfragen unseres Kreises: Was können wir tun, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen? Welche Voraussetzungen müssen wir für eine gute Pflege schaffen? Wie wollen wir mit Landschaft und Flächen im Kreis umgehen? Welche Rahmenbedingungen, vor allem im Breitbandausbau, können wir schaffen, damit das nächste Google in Dahlem in der Eifel gegründet werden kann? Darüber müssen wir debattieren, nicht über ein zusätzliches millionenteures Platzangebot für noch mehr Bürokratie!

 

Bei aller Konstruktivität, welche die meisten Beschlüsse dieses Gremiums prägt, wird dieser Haushalt überschattet von  langfristig kaum finanzierbarer Personalentwicklung und vor allem von einem geplanten Kreishausanbau, der von uns von Beginn an abgelehnt wurde. Deswegen wird die FDP-Kreistagsfraktion diesem Haushalt die Zustimmung verweigern, wir stimmen dagegen.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Frederik Schorn