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30

Nov

2016

FDP-Fraktion im Dialog: Gedankenaustausch mit den Wohlfahrtsverbänden

Auf Einladung des FDP- Fraktionschefs Hans Reiff trafen sich am Samstag, den 12. November 2016 die FDP- Sozialpolitiker des Kreises Euskirchen mit Vertretern einiger Wohlfahrtsverbände im Kreishaus. 

 

An der Sitzung nahm zudem der FDP- Landtagskandidat Frederick Schorn teil, der sehr aufmerksam die Aspekte, die von den Wohlfahrtsverbänden angesprochen wurden aufnahm, um diesen Aspekten aus der Praxis auch auf Landesebene entsprechend Gehör zu verschaffen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wurde gleich die wichtige Frage beleuchtet, ob nicht die Ausweitung sog. vorbeugender Sozialarbeit stärker in den Focus auch des Kreises Euskirchen gelangen muss. Einig war man sich, dass der Ansatz ausschließlich reparierende Sozialarbeit im Nachhinein zu leisten, d.h., wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sicherlich zu kurz gesprungen wäre.

 

Sehr lebhaft wurden in diesem Zusammenhang auch die Aspekte einer ausreichenden Finanzierung der Wohlfahrtsverbände besprochen. Dabei ist immer wieder seitens der Wohlfahrtsverbände die belastende und in den letzten Jahren stark zunehmende Bürokratie kritisiert worden. Mittel und Ressourcen müssten immer mehr in die Verwaltung fließen; stattdessen sollte man diese Mittel besser den Hilfebedürftigen zukommen zu lassen. Dieser Auffassung konnten sich die anwesenden Politiker ohne Wenn und Aber zu eigen machen.

 

Ein weiterer besonderer Wunsch der Wohlfahrtsverbände wurde an diesem Tag an die Politik formuliert. Es sei wünschenswert, dass die sog. Globaldotation wiedereingeführt wird. Diese Pauschalvergütung war in der Vergangenheit sehr hilfreich und könnte aktuell helfen mehr Flexibilität in der Alltagsarbeit der Verbände zu gewährleisten. Die FDP Fraktion hat diesen Wunsch aufgenommen und wird ihn entsprechend prüfen.

 

Sehr ausführlich wurden die Aufgaben und Herausforderungen der nächsten Jahre besprochen. Die Wohlfahrtsverbände gehen davon aus, dass das Thema Integration das Thema der nächsten Jahre sein wird. Man könne die Herausforderung meistern. Dazu bedürfe es eines klaren Einwanderungskonzeptes. Die Wohlfahrtsverbände sind bereit sich mit Unterstützung der Politik dieser Aufgabe zu stellen.

 

Letztlich wurden vier Schwerpunkte in der Diskussion herausgearbeitet:

  1. Wichtig ist die zunehmende Digitalisierung zugunsten der Arbeit der Wohlfahrtsverbände zu nutzen.
  2. Es muss weniger Bürokratie herrschen.
  3. Die Mittel für die Wohlfahrtsverbände sollten pauschal gezahlt werden, um flexibler agieren zu können.
  4. Das Thema Integration muss als Chance verstanden werden. Hier wollen die Wohlfahrtsverbände einen aktiven Beitrag leisten.

 

Dies alles sind Punkte, mit denen sich die FDP in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen wird, um in enger Zusammenarbeit mit den Praktikern vor Ort pragmatische Lösungen für die Zukunft anbieten zu können.

 

 

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