Gebauer-Besuch in Euskirchen: "Schulen brauchen Ruhe"

Kurz vor dem Vortrag der neuen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Dienstagabend in Euskirchen musste der FDP-Kreisverband noch kurzfristig umdisponieren: Es hatten sich derart viele Interessenten im Saal des Stadtwaldrestaurants Inden eingefunden, dass der Raum erweitert werden musste. Das dokumentiere, so FDP-Bundestagskandidat Markus Herbrand, gleichermaßen den hohen Stellenwert, den die Bürgerinnen und Bürger der Bildungspolitik zurechneten sowie das stark gestiegene Interesse an den Freien Demokraten.

 

Zudem freute sich Herbrand über die vielen Besucher vom Fach, darunter etwa zahlreiche Schulleiter aus dem Kreisgebiet und mahnte mit Blick auf die Bundestagswahl an: "Das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern bei der Bildungspolitik ist nicht mehr zeitgemäß. Wir müssen uns zum Ziel setzen, junge Menschen in Deutschland die beste Bildung der Welt genießen zu lassen. Dazu brauchen wir eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung statt Kleinstaaterei."

 

Ministerin Gebauer ergänzte, dass durch eine stärkere Bund-Länder-Zusammenarbeit vor allem die Digitalisierung in der Schule voran gebracht werden müsste.

 

Als wichtiges Ziel nannte Gebauer die gelungene Umsetzung des Wechsels von G8 auf G9. Dabei wolle man die Schulzeit nicht einfach "strecken", sondern den Lehrplan auch qualitativ verbessern. "Auch wenn zunächst noch wichtige Reformen anstehen - ich kenne und respektiere den Wunsch der Schulen, einfach mal in Ruhe arbeiten zu dürfen. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen." so Gebauer.