Neue Mobilitätskonzepte wagen

Mitglieder der FDP Kreistagsfraktion lassen sich in die Funktionsweise der Kompostieranlage einweisen.
Mitglieder der FDP Kreistagsfraktion lassen sich in die Funktionsweise der Kompostieranlage einweisen.

Ende November hat sich die fraktionsinterne Arbeitsgruppe Verkehr und Umwelt zu einer Außensitzung im Abfallwirtschaftszentrum Mechernich-Strempt getroffen. Im Schwerpunkt hat sich die Arbeitsgruppe mit dem Thema Mobilität beschäftigt. Ziel der Sitzung war es, sich zu verschiedenen Mobilitätskonzepten auszutauschen und die Anwendbarkeit für den Kreis Euskirchen zu erörtern.

 

Ausschlaggebend für das Thema ist die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Euskirchen und Düren, die sogenannte Bördebahn. Die Freien Demokraten sind der Auffassung, dass die Reaktivierung der Bördebahn keine großen Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten von Berufspendlern auswirken wird. Vielmehr wird kritisiert, dass mit Konzepten von Gestern versucht wird die Herausforderungen von Heute zu lösen. Des Weiteren wird eine Einschränkung der Lebensqualität der Dörfer entlang der Bahnstrecke gesehen.

 

Aus Sicht der FDP Kreistagsfraktion sollten die Millionenbeträge lieber in die Erprobung von Mobilitätskonzepten von Morgen investiert werden. Vorstellbar wäre die Schaffung einer Modellregion für zukunftsorientierte Mobilität im ländlichen Raum. Die Realisierung von flexiblen ÖPNV Konzepten, wie beispielsweise „ÖPNV on demand“ (ÖPNV auf Anforderung) oder die Elektrifizierung der Bahnstrecken Richtung Köln und Bonn, entspricht eher der Lösung von aktuellen Herausforderungen, als die Reaktivierung der Bördestrecke.

 

Am Ende des Informationsaustausches ließen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe noch in die Funktionsweise der Kompostieranlage des Abfallwirtschaftszentrums einweisen. Dabei erhielten die Mitglieder der Arbeitsgruppe einen Einblick, welchen Aufwand die Mitarbeiter der Kompostieranlage betreiben müssen um Störstoffe aus dem angelieferten Biomüll auszusortieren.