Markus Herbrand MdB – Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern nach einem Jahr im Bundestag

Peter Rauw, Markus Herbrand, Friedel Krumpen
Peter Rauw, Markus Herbrand, Friedel Krumpen

Seit der letzten Bundestagswahl ist Markus Herbrand aus Gemünd Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Als Mitglied des Finanzausschusses ist er dort in einem der wichtigsten Ausschüsse dieses Parlamentes. 

Nach seinem 1. Jahr als Bundestagsabgeordneter  stellte sich Markus Herbrand in mehreren Veranstaltungen den Mitgliedern und Wählern seines Wahlkreises im Kreis Euskirchen und im Rhein-Erft-Kreis und berichtete über seine Arbeit im Parlament.

 

Die letzte Veranstaltung fand am 24. Januar 2019 in Dahlem-Schmidtheim im Gasthaus Krumpen statt. Fast dreißig Interessenten hatten sich eingefunden, um mit Markus Herbrand zu diskutieren.

Ein großes Thema war das Erstarken von extremen Parteien. Hierzu kam von Teilnehmern die Meinung, dass sich die Politik um die Lösung von Problemen kümmern muss, anstatt immer nur zu reden. Die Menschen erwarten von den Politikern, dass sie sich der Probleme annehmen, die Menschen ernstnehmen und natürlich nach Lösungen von Problemen suchen.

 

Große Sorgen bereitet den Teilnehmern auch die weitere Entwicklung im Pflegebereich. Es sei durch die demografische Entwicklung zu erwarten, so Markus Herbrand, dass die Anzahl der zu Pflegenden zunehmen werde. Hierauf müsse sich die Gesellschaft unbedingt  einstellen, solange  noch Zeit dazu sei. Bemängelt wurde außerdem, dass es ein Armutszeugnis sei, dass Auszubildende im Pflegebereich noch nicht einmal eine vernünftige Ausbildungsvergütung erhalten. „So könne man natürlich keine Werbung machen für eine Ausbildung im Pflegebereich“, machte ein Teilnehmer seinem Unmut Luft.

 

 

Im Zusammenhang mit der Ausbildung wurden auch die zunehmende Akademisierung der Gesellschaft und der unter anderem daraus resultierende Fachkräftemangel angesprochen. Begrüßt würde von vielen Teilnehmern, wenn es gelingen würde, den „normalen“ Berufsausbildungen wieder einen höheren Stellenwert einzuräumen, damit auch hier genügend Jugendliche motiviert würden, eine solche berufliche Qualifikation anzustreben. 

 

Auch die Verkehrspolitik wurde ausgiebig diskutiert. Markus Herbrand sprach sich dafür aus, dass die Verkehrssysteme im Land  gleichgehalten werden müssten. So passe die Steuerfreiheit für Flugbenzin und die gleichzeitige steuerliche Belastung der Autofahrer nicht in ein nachvollziehbares und gerechtes Steuersystem. Auch bei der Verkehrsinfrastruktur müsse seitens des Bundes einiges getan werden; nicht nur die Straßen, sondern auch die Schienenwege seien  inzwischen marode und entsprächen  nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch wenn die Bahn zwar privatrechtlich organisiert sei, bedeute dies nicht, dass die Politik und die Bundesregierung außen vor seien, denn schließlich sei  die Bahn zu 100 % im Besitz des Bundes.

Ein Mitglied aus Dahlem sprach den zunehmenden Lobbyismus in Berlin an. Markus Herbrand dazu: „Als Abgeordneter muss man sich natürlich informieren und auch die Informationen der Lobbyisten gehören dazu. Alle erhaltenen Informationen werden dann gefiltert und entsprechend bewertet. Dann sei eine sachgerechte Entscheidung möglich.“

 

Markus Herbrand wies zudem darauf hin, dass sich die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises  jederzeit mit Vorschlägen oder Anfragen an sein Büro in Berlin oder in Euskirchen wenden können. Er sagte auch, dass er sehr gerne den persönlichen Kontakt zum Wähler suche. Dazu dienten solche Veranstaltungen wie in Dahlem-Schmidtheim, die er gerne wiederholen möchte.